20. Oktober 2006
Fürst Liechtenstein in der Wranauer Kirche
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n Oktober besuchte Fürst Hans Adam II. von und zu Liechtenstein, Herzog von Troppau und Jägerndorf, Graf von Rietberg den kleinen Ort Wranau bei Brünn. Dort befindet sich die Grablege der Liechtensteiner, wo etwa 60 seiner Vorfahren ihre letzte Ruhe gefunden haben. Der offizielle Besuch galt der Wiedereröffnung der Gruft, die einer Rekonstruktion unterzogen worden war.
Die Begrabungsstätte der Liechtensteiner
in Wranau bei Brünn
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Laut Information der hiesigen Mönche war ursprünglich für die Eröffnung sogar Staatspräsident Klaus angemeldet, der seinen Besuch später absagte. Es gab früher gute Beziehungen zwischen dem Fürsten und den Brünner Touristen - der Sektion Brünn des Österreichischen Touristenklubs. Die großzügige Hilfe die der Fürst dem Brünner Touristenklub gewährte beweist es. Vom Fürsten Liechtenstein hat der Klub in einer Zeit der Not in der Tschechoslowakei auch ein Grundstück für sein Touristenheim in Wranau bekommen.
Doch zurück zu dem Besuch von Hans Adam II. Der Fürst kam um dem Festgottesdienst beizuwohnen. Weiter stand im Programm die Umbenennung des Platzes vor der Kirche zum Liechtensteinplatz. Das Programm wurde mit Besichtigung der Gruft beendet.
Von Brünn reiste an diesem Tag nach Wranau eine kleine Delegation des DSKV (Deutscher Sprach- und Kulturverein Brünn) mit seinem Vorsitzenden, Herrn Georg Nestraschill an. Auch der Brünner Oberbürgermeister Dr. Richard Svoboda war in Wranau anwesend. Die Kirche war voll, doch es kam auch zu kurzer Begrüßung des Fürsten seitens Herrn Nestraschill.
Der Eingang.
Im Inneren gibt es über 60 Särke.
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Der letzte Besuch des Fürsten liegt schon Jahre zurück. Er war 1989 zu einem Privatbesuch hier. Bekanntlich gibt es zwischen Tschechien und dem Fürstentum Liechtenstein keine guten diplomatischen Beziehungen, begründet aus der Ablehnung der Forderung des Fürsten nach Rückgabe seines früheren Familienbesitzes in Eisgrub und der großen Kunstschätze.
Seine Familie ist mit Mähren über 700 Jahre verbunden. Die Frau des Fürsten, Gräfin Marie Kinsky von Wchinitz und Tettau wurde am 14. April 1940 in Prag geboren.
„Wenn mein Vater die Familiengruft hier errichtete, hat er nie die Hoffnung aufgegeben eines Tages zurückzukommen“, sagte der Fürst Hans Adam. Er will bald wieder nach Wranau zurückkommen.