9. September 2006

ührende Mitglieder der tschechischen Sozialdemokraten (ČSSD) haben am Freitag dem neuen Außenminister Alexandr Vondra (ODS) eine zu passive Haltung gegenüber dem geplanten Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin vorgeworfen. Nach Meinung des früheren Premierministers Jiri Paroubek (ČSSD) sollte Vondra in dieser Angelegenheit mit Polen zusammenarbeiten, das ein solches Zentrum vehement ablehnt. Das Zentrum gegen Vertreibungen sei keine innerdeutsche Angelegenheit, so Paroubek.
Er habe während seiner Amtszeit Bundeskanzlerin Merkel klar gemacht, dass das umstrittene Projekt nicht in tschechischem Interesse sei. Vondra hatte diese Woche gegenüber der Zeitung "Právo" geäußert, dass das Zentrum nicht dazu beitrage, das internationale Klima zu verbessern, der Bau aber letztlich eine innerdeutsche Angelegenheit sei.
Quelle: Tsch. Rundfunk